Wirtschaftsministerin Colette Boos-John sieht Chancen für die Thüringer Wirtschaft durch die geplanten Milliardeninvestitionen in Militärtechnik in Deutschland und Europa. «Da gibt es Potenzial. Das dürfen wir nicht liegenlassen», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Das Spektrum sei breit und reiche von Zulieferteilen der Metall- und Elektroindustrie bis zu Systemen zur Erkennung von Drohnen oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz beim Schutz kritischer Infrastruktur.
Teilweise gebe es bereits Thüringer Firmen, die in diesen Bereichen aktiv seien. Boos-John nannte als Beispiel einen Softwareentwickler, der sich auch mit der Drohnenabwehr beschäftige. Sie sieht aber auch Chancen für Automobilzulieferer, von denen derzeit viele einen schwierigen Prozess der Neuausrichtung durchmachten. Viele von ihnen verfügten auch über eine stark automatisierte Fertigung, die bei Aufträgen aus Bereichen wie der Militärtechnik angepasst werden könnte.