Nach ihrem deutlichen Wahlsieg im Freistaat zieht die AfD in Thüringen mit acht Abgeordneten in den neuen Bundestag ein. In sieben von acht Wahlkreisen setzte sich die Partei mit ihren Direktkandidaten durch, wie aus dem vorläufigen Endergebnis hervorgeht.
Direktmandat für Ramelow als einziger Nicht-AfD-Politiker
Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow zieht als Sieger seines Wahlkreises Erfurt-Weimar-Weimarer Land II für die Linke direkt in den Bundestag ein, zwei weitere Kandidaten von der Liste kommen für die Partei hinzu.
Die AfD holte bei der Bundestagswahl in Thüringen ihr bisher bestes Ergebnis. Die Partei von Rechtsaußen Björn Höcke kommt auf 38,6 Prozent der Stimmen nach Auszählung aller Wahlbezirke. Höcke nannte das Ergebnis «historisch». CDU-Ministerpräsident Mario Voigt hingegen sprach von einem «Weckruf für die Politik».
In dem guten Abschneiden seiner Partei in Thüringen sieht Höcke auch ein Signal an die Landesregierung. Die Thüringer hätten «nicht nur die Ampel abgewählt, sondern auch die Brombeere». In Thüringen regiert eine sogenannte Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD, eine Mehrheit hat sie aber nicht.