24-Stunden-Märkte bieten vor allem in ländlichen Regionen Thüringens, wo große Supermärkte selten sind, eine Alternative zur Fahrt in die nächstgrößere Stadt. Der Betrieb solcher Geschäfte soll nun flächendeckend im Freistaat möglich werden. Das ist das Ziel einer von der Brombeer-Regierung geplanten Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes. Bisher waren Betreiber dieser Läden, die die gesetzlichen Öffnungszeiten überschreiten möchten, dafür auf Ausnahmegenehmigungen der betreffenden Landkreise angewiesen.
Es gehe vor allem darum, die bisher bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen, sagte Thüringens Arbeitsministerin Katharina Schenk. Ein Gesetzentwurf, der noch das Kabinett passieren muss, sehe vor, die Größe rund um die Uhr geöffneter, sogenannter digitaler Kleinstverkaufsstellen ohne Personal auf 150 Quadratmeter zu beschränken, sagte die SPD-Politikerin der dpa. Auch beim Sortiment solle es demnach Beschränkungen des Warenkorbs geben. «Das sind jetzt im Prinzip Lebens- und Genussmittel oder auch Haushaltsbedarf, Hygieneartikel für den täglichen Bedarf», so Schenk.