Der Fördertopf für kommunale Investitionen mit einer Milliarde Euro wird von den ersten Thüringer Städten, Gemeinden und Kreisen angezapft. Seit dem offiziellen Start des Programms Anfang Februar hätten 44 Kommunen Geld beantragt. In diesen Fällen gehe es um zusammen 38,2 Millionen Euro, sagte Finanzministerin Katja Wolf (BSW) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Zum 1. April werden die ersten Kredite ausgezahlt.»
Thüringen geht mit dem kreditfinanzierten Kommunalprogramm einen Sonderweg. Anders als die meisten anderen Bundesländer gibt der Freistaat kein Geld aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur an die Kommunen weiter, sondern hat das eigene, kreditfinanzierte Landesprogramm aufgelegt, das bis 2029 läuft. Es solle einen Investitionsstau bei den Kommunen abbauen, sagte die BSW-Politikerin nach der Kabinettsitzung. Die Investitionskraft der Thüringer Kommunen sei im Vergleich zu denen in anderen Bundesländern bisher eher unterdurchschnittlich gewesen.