Thüringens AfD-Co-Chef Stefan Möller hat sich in Teilen enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen gezeigt. «Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir da bessere Ausgangspositionen bekommen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der AfD war bei den Kommunalwahlen am Sonntag bei keiner Landrats- oder Oberbürgermeisterwahl ein Sieg im ersten Durchgang gelungen. Allerdings schafften es neun von 13 ihrer Kandidaten in die Stichwahl. Möller selbst hatte in der Landeshauptstadt Erfurt für das Oberbürgermeisteramt kandidiert, landete jedoch nur auf Platz drei.
Möller sagte, dass strategische Überlegungen beim Wähler eine Rolle gespielt haben könnten, die AfD eher in den Kommunalparlamenten zu stärken. «Wir hatten im Vorfeld der Wahl kein einfaches Umfeld», sagte er. Seit Januar stehe die AfD im «Dauerfeuer». «Wir haben sicherlich auch einige Anteile daran, dass das Ergebnis ist, wie es ist.» Gravierende Folgen habe dies seiner Einschätzung nach etwa mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September aber nicht.