Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat Angstmache und das Streuen von Gerüchten in den sozialen Medien vor der Landtagswahl in Thüringen kritisiert. Die Wähler seien der Souverän, sie würden über die Zusammensetzung des neuen Parlaments am 1. September entscheiden. Es sei inakzeptabel und pietätlos, dass beispielsweise im Internet ein erkrankter Landtagskandidat für tot erklärt werde oder Menschen von außerhalb Thüringens versuchten, Einfluss auf die Wählermeinung zu nehmen. «Das ist keine angenehme Begleitmusik», sagte Ramelow nach der letzten regulären Kabinettssitzung der rot-rot-grünen Landesregierung vor der Wahl am kommenden Sonntag.
Er danke allen, die in dieser schwierigen Zeit «gerade stehen» und sich für die ordnungsgemäße Wahlorganisation und die Demokratie einsetzten. Am Wahlsonntag sind etwa 30.000 Wahlhelfer im Einsatz, 1,66 Millionen Thüringer sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, darunter 79.000 Erstwähler. Insgesamt treten nach Angaben des Landeswahlleiters 15 Parteien an.