Der Landtagswahlkampf liegt erst ein paar Monate zurück, nun bereiten sich die Parteien in Thüringen nach dem Ampel-Aus in Berlin auf die Bundestagswahl vor. «Wir laufen einfach weiter», sagte Linke-Co-Vorsitzende Ulrike Grosse-Röthig der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Viele in ihrer Partei hätten auch Lust auf Wahlkampf. Wann die Thüringer Linke-Liste für die Bundestagswahl aufgestellt werden kann, sei noch nicht klar.
Ramelow mahnt wichtige Entscheidungen an
Thüringens geschäftsführender Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt weiter offen, ob er für den Bundestag kandidieren wird. Zunächst müsse es einen Wahltermin geben, an dem er seine Entscheidungen ausrichten könne, sagte Ramelow der dpa. «Außerdem muss auch in Thüringen der Termin der Amtsübergabe geklärt sein.»
Ramelow ist derzeit geschäftsführender Ministerpräsident - und zwar so lange, bis ein neuer Regierungschef gewählt worden ist. Nachfolgen will ihm Mario Voigt (CDU), der seit Wochen dabei ist, eine «Brombeer-Koalition» aus CDU, BSW und SPD zu schmieden.