Der Linke-Politiker und Chef der Thüringer Staatskanzlei, Benjamin-Immanuel Hoff, verzichtet auf sein bei der Landtagswahl gewonnenes Abgeordnetenmandat. Weil die Regierungsbildung nach der Wahl absehbar schwierig werde, werde er noch länger innerhalb der geschäftsführenden Landesregierung arbeiten müssen, argumentiert Hoff in einer persönlichen Erklärung auf seiner Webseite. Damit werde er zunächst nicht genügend Zeit haben, um ein Abgeordnetenmandat voll auszufüllen. Er verzichte deshalb auf seinen Sitz im Landtag zugunsten der Linke-Politikerin Katja Maurer, «damit die Fraktion vom ersten Tag an volle Arbeitskraft entfalten kann». Maurer saß auch bisher schon als Linke-Abgeordnete im Parlament.
Hoff hätte über den Listenplatz acht seiner Partei ins Parlament einziehen können. Ein Direktmandat hat er bei der Wahl am Sonntag nicht errungen. Er war im Wahlkreis 30 Weimarer Land I/Saalfeld-Rudolstadt III als Kandidat für seine Partei angetreten. Maurer hatte sich in Erfurt um ein Direktmandat für ihre Partei beworben und war dabei ebenfalls nicht erfolgreich gewesen. Auf der Landesliste der Linken für die Landtagswahl steht sie auf Platz elf.