Thüringens Verfassungsschutz hat den Landesverband der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Das teilte die Behörde am Donnerstag mit. Der Landesverband der AfD-Jugendorganisation verbreite verfassungsfeindliche Positionen und glorifiziere AfD-Rechtsaußen Björn Höcke, hieß es zur Begründung.
Die Einstufung sei bereits am 28. März erfolgt. «Die durch die JA Thüringen vertretenen Positionen sind unvereinbar mit dem Grundgesetz und der Thüringer Landesverfassung», hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Die Thüringer AfD mit ihrem Landesparteichef Höcke wird schon seit März 2021 als rechtsextrem eingestuft und beobachtet.
Die JA war seit 2021 als Verdachtsfall geführt worden. Seitdem habe sie sich nicht politisch gemäßigt, so der Verfassungsschutz. «So bezieht sich die derzeitige JA Thüringen regelmäßig auf ein ethnisch homogenes deutsches Staatsvolk und eine deutsche Abstammungsgemeinschaft», hieß es in der Mitteilung. Eine solche Vorstellung formuliere biologistische Annahmen darüber, wer Deutscher sein könne und wer nicht. Dies stehe im Widerspruch zum Grundgesetz.