Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Politikbetrieb und in der Thüringer Landesregierung beschäftigt die Fraktionen im Landtag. Linke-Fraktionschef Christian Schaft monierte einen «dilettantischen Umgang mit der ganzen Debatte». «Man kann ja auch einfach mal eingestehen, wenn man Fehler gemacht hat und Dinge nicht gekennzeichnet hat, aber das findet einfach nicht statt», kritisierte Schaft. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) steht seit Tagen in der Kritik, weil mehrere seiner Reden und Gastbeiträge oder Teile davon mit Hilfe von KI erstellt worden sein sollen. «Das beschädigt seine Glaubwürdigkeit», sagte Schaft.
Voigt selbst hatte signalisiert, dass in der Staatskanzlei KI verwendet wird. «Ich motiviere alle Mitarbeiter unserer Verwaltung, im Jahr 2026 alle modernen Instrumente für ihre Arbeit zu nutzen. Die KI ist längst Teil der modernen Kommunikation», sagte der CDU-Politiker dem «Tagesspiegel» nach Bekanntwerden der neueren Vorwürfe.