Logo DieThüringer News
Nachrichten / Politik

Wagenknecht unterstützt BSW-Sonderparteitag in Thüringen

Wagenknecht unterstützt BSW-Sonderparteitag in Thüringen
BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht und die Thüringer BSW-Landtagsfraktion sind sich schon länger uneins über die Ausrichtung der Partei. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Die Zeichen beim BSW in Berlin und in Erfurt stehen auf Konfrontation. Nun meldet sich Parteigründerin Wagenknecht erneut zu Wort. Der Landesverband in Thüringen reagiert prompt.

BSW-Parteigründerin Sahra Wagenknecht hat im Dauerstreit zwischen dem Bundesvorstand und der Thüringer Parteispitze einen Landes-Sonderparteitag ins Gespräch gebracht. «Thüringen braucht einen glaubwürdigen überparteilichen Regierungschef, der die Brandmauer beendet und mit wechselnden Mehrheiten regiert. Das sehen auch große Teile des Thüringer BSW so. Deshalb gibt es jetzt die Forderung nach einem Sonderparteitag», sagte Wagenknecht der dpa. 

Wagenknechts äußerte sich unmittelbar vor der Entscheidung der Thüringer BSW-Landtagsfraktion, an der Regierungskoalition mit CDU und SPD festzuhalten. Der Bundesvorstand des BSW hatte den thüringischen Landesverband zuvor aufgefordert, den CDU-Ministerpräsidenten Mario Voigt nicht länger zu stützen und die Koalition zu verlassen. Hintergrund ist die Aberkennung von Voigts Doktortitel durch die TU Chemnitz. Gegen die Entscheidung will Voigt nach Angaben seines Anwalts klagen.

Mehr aus dieser Kategorie

Auch Thüringer Spitzenvertreter für Sonderparteitag 

Die Landesvorsitzenden des Thüringer BSW zeigten sich offen für einen Sonderparteitag. Sowohl Katja Wolf als auch Gernot Süßmuth sagten, es sei eine gute Idee, bei einem solchen Parteitag über den weiteren Kurs des BSW im Freistaat zu beraten. Das werde ein Punkt sein, der auf einer Sitzung des Landesvorstandes am Abend zu diskutieren sei, sagte Wolf. «Ich persönlich finde die Variante eines Sonderparteitags in der jetzigen Situation gar nicht bedrohlich und gar nicht schlimm. Es braucht die Diskussion auch mit der Basis», so Wolf.

Wagenknecht vertrat die Ansicht, dass die Auseinandersetzung nicht zwischen dem BSW im Bund und im Landesverband stattfinde, sondern eine Auseinandersetzung mit Teilen der Fraktion sei: «Als das BSW die Kandidaten für den Thüringer Landtag aufgestellt hat, war die Partei erst wenige Wochen alt.»

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieThüringer News
Artikel von

DieThüringer News

DieThüringer News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.