Hunderte Male hat das Kinder- und Jugendsorgentelefon Thüringen im vergangenen Jahr geklingelt. Mit fast 2.500 Anrufen sei die Nummer 2025 rund 1.000 Mal häufiger als im Jahr zuvor gewählt worden, fasst der für das Sorgentelefon zuständige Fachreferent Ludwig Steinert bei der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen zusammen.
Allerdings legten manche Anrufende direkt wieder auf, sobald der Hörer abgenommen werde. Scherzanrufe kämen immer wieder vor. Auch Probeanrufe würden entgegengenommen. Diese seien aber gewollt und hätten einen guten Grund, wie Steinert erklärt: So motivierten etwa Mitarbeiter der Jugendhilfe in ganz Thüringen Kinder und Jugendliche auch testweise anzurufen.
«So können diese feststellen, wie das Telefonieren funktioniert und wer am anderen Ende ans Telefon geht, ohne dabei – hoffentlich – in einer beratungsbedürftigen Situation zu sein», so Steinert. Nach einer solchen «Hausaufgabe» falle der Griff zum Telefon leichter, wenn die Kinder und Jugendlichen tatsächlich Hilfe brauchen.