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1:1 wie eine Niederlage: Magdeburg zerreißt sich umsonst

Baris Atik (vorn) bejubelt den Magdeburger Führungstreffer / Foto: Swen Pförtner/dpa
Baris Atik (vorn) bejubelt den Magdeburger Führungstreffer / Foto: Swen Pförtner/dpa

In der 2. Bundesliga geht der 1. FC Magdeburg gegen Darmstadt seit langem mal wieder in Führung, bringt den Vorsprung aber nicht über die Zeit.

Der 1. FC Magdeburg hat in der 2. Bundesliga seine Niederlagenserie beendet. Gegen den SV Darmstadt 98 erspielten die Blau-Weißen vor 18.488 Zuschauern ein 1:1 (0:0). Fabian Nürnberger unterlief erst ein Eigentor (62.), dann traf er (68.) für die Gäste. Im Abstiegskampf könnte der Punkt allerdings zu wenig sein.

«Wenn man das Spiel sieht, ist das Unentschieden zu wenig», sagte FCM-Abwehrspieler Philipp Hercher und betonte: «Wir schauen uns jede Woche in der Kabine an und sagen: die hatten doch gar nicht so viel vom Spiel. Und es nervt, wenn die Gegner uns auf die Schulter klopfen und sagen: ey, richtig gut gespielt. Aber uns fehlen die Punkte», sagte Hercher bei «Sky».

Und Trainer Petrik Sander bemerkte: «Wir haben 1:1 verloren. Man kann zu keinem anderen Schluss kommen. Ich ärgere mich darüber, dass wir nicht das zweite Tor machen.»

Tobias Müller und Falko Michel kehrten nach Geldsperre wieder zurück in den Kader, dafür saß unter anderem Stamm-Innenverteidiger Jean Hugonet nur auf der Bank. Die Magdeburger Hintertortribüne musste nach Sportgerichtsurteil infolge der Ausschreitungen im Heimspiel gegen Dynamo Dresden leer bleiben - die Heimat der Magdeburger Ultras blieb verwaist. Leiser war es im Stadion deshalb zunächst jedoch nicht. 

Magdeburg lässt die Führung liegen

Magdeburg war sichtlich bemüht, eine gute Mischung aus Absicherung und Offensivdrang zu finden, scheute übermäßiges Risiko im Offensivdrittel und ging energisch in die Zweikämpfe. Die Gäste gefielen sich in der abwartenden Rolle, versuchten regelmäßig nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, litten aber unter mangelnder Präzision. Magdeburg ließ beste Chancen aus: Mateusz Zukowski (33.) schoss übers Tor, Dariusz Stalmachs Abschluss (36.) lenkte Schuhen noch zur Ecke.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Magdeburger auf die leere Tribüne und die Gäste wurden aktiver. Nach einer Ecke fiel beinahe die Gästeführung, doch Torwart Dominik Reimann hielt den flippernden Ball (50.). Magdeburg dominierte, profitierte dann von einem Eigentor: In einer unübersichtlichen Situation sprang Nürnberger der Ball von der Brust ins eigene Netz.

Die FCM-Führung hielt allerdings nicht lange: Eine Kontersituation konnten die Gastgeber nicht klären und Nürnberger traf aus der Distanz. Danach hatten die Gäste mehr Kraftreserven, während dem FCM sichtlich die Puste ausging. Am Ende überstanden die Elbestädter aber die üppige Nachspielzeit und holten wenigstens einen Punkt.

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