Absteiger Erzgebirge Aue kann von wirtschaftlicher Seite aus die sofortige Rückkehr in die 3. Fußball-Liga anpeilen. «An finanziellen Gründen wird meiner Meinung nach der Wiederaufstieg nicht scheitern», sagte Finanzvorstand Andreas Stark der «Freien Presse». Allerding müsse man «natürlich in Rechnung stellen, dass uns andere Vereine ebenbürtig sind.»
Stark, der seit dem letzten November das Vorstandsamt bekleidet, sieht den Verein in einer «durchschnittlich soliden Lage». Allerdings sei der Club auch auf finanzielle Hilfen und Stundungen angewiesen. Damit könnten sowohl die wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt und zugleich die Möglichkeit erhalten werden, «in die sportliche Qualität der Mannschaft und die Gesamtunterhaltung der Infrastruktur zu investieren.»
Sponsoren halten Treue
Dazu gehört auch die Erhaltung des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), dessen Rolle durch den Abstieg in die Viertklassigkeit in der Priorität abnimmt. Durch den Willen zum Wiederaufstieg werde es beim NLZ aber nur wenige Einschnitte geben, um die höheren Auflagen in der Dritten Liga wieder erfüllen zu können.
«Wir verspüren eine Verantwortung den Nachwuchsspielern gegenüber, die ihr Vertrauen dem FC Erzgebirge geschenkt haben, im Internat leben oder tagtäglich hierherkommen. Denen wollen wir nichts überstürzt abschneiden», sagte Stark.
Der Vorstand freut sich, dass trotz des erstmaligen Abstiegs in die Viertklassigkeit die meisten Unterstützer bei der Stange bleiben. «Wir haben viele treue Sponsoren, die mitunter ihr Engagement ausbauen. Es gibt natürlich auch Rückzüge und Wechsel», sagte Stark, «aber wir nehmen die Verbundenheit unserer Sponsoren insgesamt sehr dankbar zur Kenntnis.»
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