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Nur David Raum von RB Leipzig im DFB-WM-Kader – Baku, Henrichs, Gruda und Ouédraogo nicht nominiert

Fährt zur WM: David Raum (r). (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
Fährt zur WM: David Raum (r). (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa

RB-Leipzig-Kapitän David Raum ist für die WM in Nordamerika nominiert. Der 28-Jährige gilt als Stammspieler und steht mit auslaufendem Vertrag im Fokus.

Kapitän David Raum ist als einziger Fußball-Profi von RB Leipzig für die WM in Nordamerika nominiert worden. Das gab Bundestrainer Julian Nagelsmann offiziell in Frankfurt/Main bei der Vorstellung des 26-köpfigen Kaders bekannt. Somit gehen sowohl Ridle Baku, Benjamin Henrichs, Brajan Gruda als auch Assan Ouédraogo leer aus. Die Gründe dafür sind vielfältig.

David Raum

Für Raum wird es die zweite WM nach Katar 2022. Beim Vorrunden-Aus im Wüstenstaat stand der 28-Jährige in allen drei Spielen in der Startelf. Auch in den USA gilt der Linksverteidiger als gesetzt, spielt bei Standardsituationen eine wichtige Rolle.

«Ich bin froh, dass du Teil dieser Mannschaft bist, weil du immer eine extrem positive Verrücktheit reinbringst. Du bist super positiv, bist immer gut gelaunt», sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann. Sorge mache ihm das gemeinsame Tattoo im Falle des WM-Titels, weil er fürchte, bei Raum keinen Platz mehr zu finden.

Zudem stellt sich Raum bei dem Turnier ins Schaufenster. Sein Vertrag läuft im kommenden Jahr aus, dem Vernehmen nach verfügt er über eine Ausstiegsklausel.

Ridle Baku

Für Baku wäre es das erste große Turnier gewesen. Der Rechtsverteidiger gab zwar bereits im November 2020 unter Joachim Löw sein DFB-Debüt, verpasste jedoch die WM 2022 als auch die Heim-EM zwei Jahre später. Nach vierjähriger Pause war der 28-Jährige im vergangenen Herbst erstmals wieder eingeladen worden. Bei der WM wäre er als Ersatz für Kapitän Joshua Kimmich eine Option gewesen.

Im März hatte Nagelsmann bemängelt, dass Baku noch nicht auf dem Leistungsniveau der Hinrunde sei. Die Form von Baku besserte sich in der finalen Saisonphase, er traf beim Sieg gegen Union Berlin. Trotzdem entschied sich Nagelsmann anders.

Benjamin Henrichs

Das Aus für Henrichs, rechts hinten auch in Leipzig direkter Konkurrent von Baku, kommt nicht überraschend. Der flexibel einsetzbare Defensivspieler war über ein Jahr mit einem Achillessehnenriss ausgefallen und hatte erst im Januar sein Comeback gegeben. Bei seinen 17 Bundesliga-Einsätzen stand der 29-Jährige nur dreimal in der Startelf, wies insgesamt zu wenig Spielzeit auf.

Trainer Ole Werner hatte die Leistungen von Henrichs zwar gelobt, wollte die gerade in der Endphase der Saison erfolgreiche Aufstellung mit Baku nicht ändern. «Wenn du in dieser Phase der Saison bist, Dinge für die Mannschaft funktionieren und ein Spieler auch sehr gute Leistungen zeigt, dann braucht es Argumente, diesen Spieler herauszunehmen», sagte Werner.

Assan Ouédraogo

Ouédraogo, der im Herbst ein starkes DFB-Debüt samt Tor gegeben hatte, war von Ende November bis Ende März mit einer Knieverletzung ausgefallen und absolvierte erst am letzten Spieltag eine Partie über die volle Zeit. 

Bereits Anfang März hatte sich Nagelsmann zurückhaltend geäußert. Der 20-Jährige sei ein sehr guter Spieler und feiner Mensch. «Er hatte jetzt schon viele Verletzungen, viele muskuläre Themen, da muss man abwarten», befand Nagelsmann. «Ob es jetzt zur WM etwas wird, ist offen, weil er wieder eine längere Zeit ausfällt.»

Brajan Gruda

Gruda war im Winter von Brighton an Leipzig verliehen worden, brachte dort gute Leistungen. Die Sachsen sind an einer festen Verpflichtung interessiert. Für den DFB-Kader reichte es jedoch vorerst nicht. «Am Ende geht es darum, dass mehr Tore und Vorlagen bei ihm herauskommen. Noch ist das für seine Qualität zu wenig», hatte Nagelsmann im März gesagt. Letztlich kam Gruda bei 13 Bundesliga-Einsätzen auf drei Tore und drei Vorlagen.

Gruda war bereits vor der EM 2024 mit im Vorbereitungscamp des DFB, wurde letztlich nicht nominiert. «Er bringt viel mit, aber ich glaube, er hatte damals noch gar nicht so richtig begriffen, dass es für ihn die Chance gab, bei einer Heim-EM dabei zu sein», sagte der frühere RB-Coach.

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