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RB Leipzig vergibt Matchball in Leverkusen – Heimspiel gegen St. Pauli im Zeichen der Trauer

Yan Diomande (M) im Hinspiel beim FC St. Pauli. (Archivbild) / Foto: Christian Charisius/dpa
Yan Diomande (M) im Hinspiel beim FC St. Pauli. (Archivbild) / Foto: Christian Charisius/dpa

RB Leipzig verpasste in Leverkusen die Chance auf die Champions-League-Quali. Im Heimspiel gegen St. Pauli steht die Stadt nach der Amokfahrt unter Schock.

In Leverkusen vergab RB Leipzig den ersten Matchball zur Qualifikation für die Champions League. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) soll es im letzten Heimspiel der Saison in der Fußball-Bundesliga gegen den FC St. Pauli anders laufen. Was um das Spiel herum läuft und was sich Trainer Ole Werner vorgenommen hat.

Nach dem Anschlag: Trauerflor und Schweigeminute

Die Amokfahrt durch die Fußgängerzone mit zwei Toten und über 20 Verletzten ist das Thema der Stadt. Die Fans haben einen geplanten Marsch zum Spiel abgesagt, Support soll trotzdem erfolgen. Vor dem Anpfiff wird es eine Schweigeminute geben, die Spieler werden Trauerflor tragen. «Es ist ein Thema, was bedrückt, was wütend macht», sagte Werner. «Man sucht nach Erklärungen und findet keine. Das macht betroffen.»

Klopp, Rangnick und Co.: Prominenter Besuch

Auf der Tribüne nimmt die Fußball-Prominenz des RB-Kosmos Platz. Der globale Fußball-Chef Jürgen Klopp soll dem Vernehmen nach ebenso nach Leipzig kommen wie sein Vorgänger und RB-Architekt Ralf Rangnick. Letzterer als Teil der Aufstiegshelden von 2016. Vor zehn Jahren stieg Leipzig in die Bundesliga auf und verpasste seitdem nur einmal den Europapokal. Aus der Aufstiegsmannschaft haben sich Marcel Halstenberg und Stefan Ilsanker angekündigt, Willi Orban, Lukas Klostermann und Peter Gulacsi stehen aktuell sogar noch im Kader. Man trifft sich bereits am Freitagabend, vor dem Spiel am Samstag ist eine Tour durch die neue Geschäftsstelle geplant.

Geduldsspiel: So erwartet man den Gegner

Der stark vom Abstieg bedrohte FC St. Pauli möchte so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben und dann vorn auf Glück und Effizienz hoffen. «St. Pauli verteidigt gut aus einem tiefen Block, hat dazu gute Umschaltmomente», analysierte Werner. Der am Montag 38 Jahre alt gewordene Trainer glaubt daran, dass seine Mannschaft in dieser Saison im Bespielen von tief stehenden Gegner Fortschritte gemacht hat. «Wir schauen, wie wir trotzdem Lücken finden, durch gute Positionierung und Bewegung den Gegner vor Probleme stellen können», sagte Werner.

Mehr Überzeugung: Das ergab die Fehler-Analyse nach Leverkusen

Beim verdienten 1:4 in Leverkusen passte wenig. Dort hätte man die Königsklasse mit einem Sieg bereits sichern können. Das Spiel wurde deshalb kritisch aufgearbeitet. «Wir sind mit und ohne den Ball nie richtig ins Spiel gekommen», befand Werner. «Wir haben es nicht geschafft, Überzeugung in unsere Abläufe zu bekommen, hatten nie richtigen Zugriff.»

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