Der Verlust von Feuchtgebieten und Kleingewässern, die intensive Landnutzung und die Austrocknung der Landschaft machen den heimischen Amphibien nach Angaben des Nabu Thüringen massiv zu schaffen. «Von den 19 in Thüringen vorkommenden Amphibienarten stehen 13 auf der Roten Liste», hieß es in einer Mitteilung zum heutigen Tag der biologischen Vielfalt. Unter anderem stünden Moorfrosch, Gelbbauchunke, Wechsel- und Kreuzkröte sowie der einst so häufig vorkommende Grasfrosch unter Druck. Der Rückgang der Amphibien zeige, «wie schlecht es unseren Ökosystemen geht».
Viele Menschen engagierten sich und bauten Amphibienschutzzäune auf, beteiligten sich an Renaturierungsmaßnahmen und schüfen neue Kleingewässer. Der Nabu sieht aber vor allem die Landesregierung in der Pflicht. Mit punktuellen Projekten lasse sich der Rückgang der Amphibien und anderer Arten kaum aufhalten, hieß es.
Strategisches Vorgehen gefordert
«Deshalb fordern wir von der Landesregierung, den im Koalitionsvertrag angekündigten Aktionsplan zur Belebung von Bach- und Flussauen umzusetzen», so der Verband. Nötig sei ein strategisches, flächendeckendes Vorgehen. Flüsse und Bäche müssten sich wieder weitestgehend frei durch die Natur schlängeln dürfen und trocken gelegte Auen zu Feuchtgebieten werden.
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