Thüringen will in den kommenden Jahren möglichst viele Bergwiesen im Thüringer Wald retten - und damit den Lebensraum für Pflanzen wie Arnika und Trollblume, für Dukatenfalter oder den seltenen Wachtelkönig. Insgesamt seien dafür im Zeitraum bis 2030 vier Millionen Euro vor allem vom Bund sowie vom Land vorgesehen, sagte Umweltminister Tilo Kummer (BSW) in Erfurt. «Wir haben Verantwortung für viele schöne Bergwiesen.»
Das Geld solle eingesetzt werden, um Bergwiesen von Büschen freizuschneiden sowie die Mahd der Flächen zu sichern. Insgesamt würden in das Programm 356 Hektar Wiesen im Naturpark Thüringer Wald einbezogen, darunter bekannte Bergwiesen wie die Ebertswiese am Rennsteig bei Floh-Seligenthal oder Bergwiesen bei Lichte in Ostthüringen. Der Erhalt von Bergwiesen ist schwierig, weil ihre jahrhundertelange Nutzung und Pflege vor allem als Tierweide immer seltener wird.