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Neuer Luchs Gabriel im Thüringer Wald bei Oberhof ausgewildert

«Gabriel» ist der neuste Luchs, der für ein Projekt zur Stärkung der Pinselohr-Population im Thüringer ausgewildert wurde. / Foto: Max Boxleitner/Projekt Luchs Thüringen/dpa
«Gabriel» ist der neuste Luchs, der für ein Projekt zur Stärkung der Pinselohr-Population im Thüringer ausgewildert wurde. / Foto: Max Boxleitner/Projekt Luchs Thüringen/dpa

«Gabriel» erkundet nun den Thüringer Wald. Warum Naturschützer und Umweltorganisationen mit ihm große Hoffnungen verbinden.

Mit «Gabriel» ist ein neuer Luchs im Thüringer Wald unterwegs. Das Männchen wurde am Donnerstag nahe Oberhof ausgewildert, wie der Thüringer Landesverband des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mitteilte. Gabriel ist der siebte Luchs, der innerhalb eines Auswilderungsprojekts im Thüringer Wald freigelassen wurde. «Mit ihm wächst die noch junge Population im Thüringer Wald weiter – ein wichtiger Schritt für die Rückkehr der scheuen Katze nach Thüringen», so der BUND Thüringen.

Wildfang aus Rumänien

Der etwa fünf bis sechs Jahre alte Gabriel sei mittels einer Lebendfalle in den rumänischen Karpaten gefangen worden. Vor seiner Auswilderung im Thüringer Wald statteten Projektmitarbeiter ihn mit einem Halsbandsender aus, mit dem sein Standort nachverfolgt werden kann. Nach einem Jahr soll der Sender automatisch abfallen. Luchse gelten in Deutschland als bedroht und sind streng geschützt.

Mit den Auswilderungen soll die Population der Pinselohren in Mitteleuropa besser vernetzt und so gestärkt werden. Straßen und Siedlungen, die die Landschaft zerschneiden, gelten für die wildlebende Katzenart als Bedrohung und Hindernis für die natürliche Ausbreitung. Daher gilt der Thüringer Wald laut BUND als «Trittstein», um die Bestände im Harz und im Bayerischen Wald zu verbinden. «Erste Erfolge sind bereits sichtbar – im vergangenen Jahr konnten Zuwanderungen aus dem bayerischen Raum dokumentiert werden», hieß es.

Für das Projekt arbeitet der BUND Thüringen unter anderem mit dem WWF und anderen Akteuren zusammenarbeitet.

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