In der «Thüringer Kuppenrhön» ist ein Großprojekt im Naturschutz gestartet. In den kommenden neun Jahren seien umfangreiche Projekte geplant, um die Region im Unesco-Biosphärenreservat Rhön als eine der artenreichsten Landschaften Mitteldeutschlands dauerhaft zu erhalten, teilte das Umweltministerium in Erfurt mit.
Dafür würden rund 10,2 Millionen Euro veranschlagt. Die Vorbereitungen für das Naturschutzgroßprojekt mit rund 3.240 Hektar Fläche begannen laut Ministerium bereits im Juni 2020.
Es gehe um Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen, den Erhalt der typischen Landschaft der Kuppenrhön, aber auch um die Sicherung von Quellen, Bächen und Mooren sowie die Entwicklung naturnaher Wälder, erklärte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Bettina Hagedorn.
Bund übernimmt 75 Prozent der Kosten
Naturverträglicher Tourismus solle in der Region erhalten und verbessert werden. Ziel sei ein zukunftsfähiges Nutzungskonzept; Lebensräume sollen wieder vernetzt werden.
Die Region ist nach Angaben des Thüringer Umweltministeriums vom Wechsel von Wald und offenem Land geprägt. Bedrohte Arten seien Sumpfspitzmaus, die Kreuzkröte, Braunkehlchen oder Wiesenpieper.
Ein Pflege- und Entwicklungsplan sei unter Beteiligung der Region entwickelt worden. Die Finanzierung des Gesamtvolumens von rund 10,2 Millionen Euro erfolge zu 75 Prozent durch den Bund, zu 15 Prozent durch Thüringen und zu 10 Prozent durch den Projektträger, darunter die Heinz Sielmann Stiftung.
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