Eine tierische Entdeckung haben Besucher eines Parks in Erfurt gemacht. Sie meldeten am Freitagabend, einen jungen Waschbären, «der offenbar seine Mutter verloren hatte und allein umherirrte», wie die Polizei auf der Plattform X schrieb. Die aufmerksamen Bürger wickelten das kleine Fellknäuel in eine Decke und alarmierten die Polizei, wie es weiter hieß. «Unser "Einsatzleiter auf vier Pfoten" suchte kurzerhand auf der Schulter eines Kollegen Schutz», schrieb die Polizei und postete dazu ein Bild von dem Polizisten mit dem Tier auf der Schulter.
Wie in Fällen von solchen Wildtierfunden üblich, sei ebenfalls der zuständige Stadtjäger benachrichtigt worden, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Allerdings habe sich der kleine Waschbär noch vor Ankunft des Jägers aus der Kiste befreien können, in der er zwischenzeitlich untergebracht wurde, und sei weitergezogen.
Die ursprünglich aus Amerika stammenden Waschbären werden als invasive Art geführt, in Thüringen unterliegen sie dem Jagdrecht. Der Allesfresser Waschbär gilt etwa als Bedrohung für manche heimischen Vogelarten und Amphibien. In Städten und anderen Siedlungsgebieten bedient er sich auch gerne am Inhalt von Mülleimern.
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