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Hunderte Ferkel tot – Belastender Einsatz für Feuerwehr

Hunderte Ferkel tot – Belastender Einsatz für Feuerwehr
Mehrerer hundert Schweine, darunter auch Ferkel, sollen laut Polizei bei dem Brand gestorben sein. (Symbolbild) / Foto: Friso Gentsch/dpa
Von: DieThüringer News
Schon wieder wütet ein Feuer auf dem Gelände eines Agrarbetriebs – dieses Mal kostet der Brand vielen jungen Tieren das Leben. Für die Feuerwehr kein alltäglicher Einsatz.

Der Stallbrand mit Hunderten toten Schweinen in einem Agrarbetrieb im Landkreis Greiz hat die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen gestellt. «Schon als wir am Nachmittag eingetroffen sind, stand die Scheune in Vollbrand und wir hatten keine Chance, an das Objekt heranzukommen», sagte Zeulenrodas Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Steffen Jubold. Bis zu 120 Feuerwehrleute seien in der Spitze im über die Nacht dauernden Einsatz dabei gewesen.

Es habe viel Mühe gekostet, die umliegenden Stallungen vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. «Zehn Kälber konnten wir aus dem unmittelbaren Brandbereich retten. Für die Ferkel in der betroffenen Scheune gab es keine Rettung mehr.»

Mehrere Hundert Schweine sind bei dem Feuer auf dem Gelände im Ortsteil Bernsgrün in der Stadt Zeulenroda-Triebes laut Polizei gestorben. Am Mittwochnachmittag sei die Stallung aus bislang ungeklärter Ursache in Vollbrand geraten. Die Höhe des Sachschadens und des Schadens an den Tieren schätzte das Lagezentrum des Innenministeriums in der Nacht zu Donnerstag auf insgesamt mindestens eine Million Euro. Die Bevölkerung war noch am Abend vor einer starken Rauchentwicklung gewarnt worden.

Tiere statt Technik betroffen: «Das ist belastender»

Bereits vor etwa zwei Wochen war der Polizei und Feuerwehr zufolge in dem Agrarbetrieb ein Brand ausgebrochen – auch damals schon entstand demnach ein Millionenschaden. «Der Einsatz jetzt ist noch eine Stufe krasser als vor 14 Tagen», sagte Einsatzleiter Jubold. «Da war es ja eine freistehende Halle mit Sachgütern, die gebrannt hat. Jetzt sind unmittelbar auch Tiere betroffen – das ist schon um einiges belastender.»

Mit schwerer Technik soll die Brandruine beräumt werden, sodass die Feuerwehr verbleibende Glutnester ablöschen kann. «Wir werden dann sehen, wie die Tierkadaver-Beräumung in Verbindung mit dem Agrarbetrieb vonstattengeht», so Jubold über die nächsten Schritte.

Die Polizei ermittelt inzwischen wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung. Ein 25-jähriger Mann stehe unter Tatverdacht. Die konkrete Brandursache müsse noch festgestellt werden. Erwartet werde, dass die Spurensicherung in den kommenden Tagen unmittelbar am Brandort aufgenommen werden könne, sagte ein Polizeisprecher.

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