Ein Mann ist vom Balkon eines Mehrfamilienhauses in Jena etwa zwölf Meter in die Tiefe gesprungen und auf einem Rettungskissen der Polizei gelandet. Zuvor hatte er wegen seines auffälligen Verhaltens und einer vermuteten Bedrohungslage am Samstagmorgen für einen Großeinsatz in der Innenstadt gesorgt, wie die Polizei berichtete. Neben Feuerwehr und Rettungskräften waren auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes im Einsatz.
Der Mann sei nach dem Sprung vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Er habe nur leichte Verletzungen erlitten, sagte ein Polizeisprecher. «Es hätte auch anders ausgehen können.» Es werde vermutet, dass sich der 37-Jährige in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Auch Drogen waren nach ersten Ermittlungen wahrscheinlich im Spiel, so der Polizeisprecher.
Andere Menschen nicht gefährdet
Der Mann habe in seiner Wohnung regelrecht randaliert. Sie sei nach Einschätzung der Rettungskräfte derzeit nicht bewohnbar. Anwohner riefen die Beamten, weil der 37-Jährige Möbel vom Balkon aus der dritten Etage geworfen habe.
Der Ort um das Mehrfamilienhaus in Jena, in dem der Mann als Mieter lebte, sei zeitweise weiträumig abgesperrt worden. Eine unmittelbare Gefährdung anderer Menschen habe nicht bestanden - der Mann sei allein in seiner Wohnung gewesen. Die Polizei schloss nach dem Anruf der Nachbarn eine Selbstgefährdung nicht aus.
Weil kein Kontakt zu dem Mann hergestellt werden konnte, sei ein Notzugriff vorbereitet worden. Gegen 9.45 Uhr sei der Mann dann über die Balkonbrüstung auf das vorbereitete Sprungkissen gesprungen. Das Rettungsmittel habe seinen Sturz gebremst, er sei von dem Kissen dann auf die Wiese vor dem Haus gefallen, so der Sprecher. Ein Notarzt sei ständig vor Ort gewesen. Der 37-Jährige werde weiterhin medizinisch versorgt.
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