Der Brand auf der mittelalterlichen Runneburg im thüringischen Weißensee ist Ermittlungsergebnissen zufolge wohl auf einen technischen Defekt an einer Stromleitung zurückzuführen. Dies sei «sehr wahrscheinlich», teilte die Polizei am Tag nach dem Brand mit. Die Brandausbruchsstelle sei in einem früher als Küche genutzten Gebäude zwischen Palasturm und Wagenhaus lokalisiert worden. Vermutlich sei die Leitung zuvor durch Nagetiere beschädigt worden.
In der Folge sei es nach bisherigen Erkenntnissen zu einem über mehrere Tage andauernden Schwelbrand im alten Gebälk einer Zwischendecke gekommen, bevor das Feuer auf das Gebäude übergriff.
Hinweise auf eine Brandstiftung hätten die Ermittlungen nicht ergeben. Die konkrete Schadenshöhe konnte die für das Kulturdenkmal verantwortliche Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bislang nicht beziffern.