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Waldbrände gelöscht: Folgen bald die nächsten?

Nach den Waldbränden in Südostthüringen gibt es Entwarnung. Warum in den nächsten Wochen Forstleute und Feuerwehren weiter in Alarmbereitschaft sind und welcher Spezialbrand sie zuletzt beschäftigte.

Die Waldbrände im Saale-Orla-Kreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sind nach Angaben der Rettungskräfte eingedämmt. Das am Dienstag ausgebrochene Feuer nahe der Autobahn 9 bei Bad Lobenstein ist laut Polizei gelöscht und die zeitweise gesperrte Autobahn in Fahrtrichtung Berlin wieder vollständig für den Verkehr freigegeben.

Auch der Waldbrand bei Lichtenhain im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, der ebenfalls am Dienstag ausgebrochen war, ist nach Angaben der Feuerwehr gelöscht. Es bleibt jedoch vorsorglich eine Brandwache im Einsatz, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Dort stand nahe der Landesgrenze zu Bayern rund ein Hektar Wald in Flammen. 

Der Brandort liegt nur wenige Kilometer entfernt von Gösselsdorf auf der Saalfelder Höhe, wo sich im vergangenen Sommer ein großer Waldbrand ereignet hatte. Hunderte Einsatzkräfte kämpften damals über Tage gegen den Brand auf rund 82 Hektar Fläche.

«Waldbrandstarker Hochsommermonat August» kommt noch

Noch ohne die beiden Feuer im Südosten Thüringens hatte die Landesforstanstalt bis Montag 22 Waldbrände seit Beginn der aktuellen Waldbrandsaison Anfang März gezählt. Dabei sei eine Fläche von 2,84 Hektar betroffen gewesen. Das entspreche etwa dem Umfang von mehr als drei Fußballfeldern, teilte Thüringenforst auf Anfrage mit.

Vor einem Jahr seien in diesem Zeitraum bereits 33 Waldbrände erfasst worden - darunter auch besagter Großbrand bei Gösselsdorf. Diese Brandfläche herausgenommen, umfasste das übrige Waldbrandgebiet in diesem Zeitraum etwas mehr als zwei Hektar. 

Nach Einschätzung von Thüringenforst ist die aktuelle Waldbrandsituation damit bislang glimpflich verlaufen. Allerdings betonte Sprecher Host Sproßmann, dass der «statistisch waldbrandstarke Hochsommermonat August noch vor uns liegt». 

Oben Wald, unten Kohlereste

Mit einem besonderen Brand in einem bewaldeten Gebiet hatten es die Feuerwehren Ende Juni im Altenburger Land zu tun: Dort waren insgesamt in Wechselschichten rund 800 Einsatzkräfte wegen eines Feuers auf einem unwegsamen ehemaligen Kohlebergbaugelände über mehrere Tage vor Ort gewesen. Die spezielle Herausforderung: Auch Kohlereste im Untergrund hatten sich entzündet.

Konkret geht es bei der Fläche um das ehemaligen Braukohlentagebau Rusendorf und ein dort ein in einem Teilbereich gelegenes sogenanntes Kohletrübebecken, wie das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz auf Anfrage mitteilte. Dort seien in vergangenen Jahrzehnten feinste Kohlereste der Brikettherstellung zur Verfüllung eingespült worden.

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