Auch acht Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden in Thüringen noch immer zahlreiche Blindgänger gefunden. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Freistaat fast 1.000 Tonnen solcher Granaten und Bomben aus dem Boden gehoben, wie aus Zahlen des Landesverwaltungsamtes hervorgeht. Wie viele Blindgänger seit Kriegsende im Mai 1945 in Thüringen insgesamt gefunden wurden, dazu liegen laut einer Sprecherin der Behörde keine Angaben vor.
Da nach wie vor regelmäßig Blindgänger geborgen würden, sei auch in den nächsten Jahren von weiteren Funden auszugehen, sagte die Sprecherin. «Ein deutlicher Rückgang von Kampfmittelfunden war in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen. Es ist folglich davon auszugehen, dass die Räumung im Bundesland Thüringen noch andauern wird.» Thüringen verfügt nicht über eigenes Personal, um Blindgänger zu entschärfen. Der Freistaat beauftragt ein privates Unternehmen mit deren Beseitigung.