Bauherren in Thüringen müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für den Neubau von Wohnungen haben im Freistaat spürbar angezogen, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte. Im Mai lagen sie demnach 5,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu Februar dieses Jahres stiegen die Bauleistungspreise um 2,5 Prozent.
Gründe für die Verteuerung sind den Statistikern zufolge vor allem höhere Material-, Lohn- und Energiekosten. Zudem wurde auf gestiegene Transportkosten durch höhere Dieselpreise und Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs verwiesen.
Preisdruck auf breiter Front
Der Preisauftrieb erfasst dabei sowohl Neubauten als auch Instandhaltungsarbeiten sowie den öffentlichen und gewerblichen Bau, wie es hieß. Im Rohbau erhöhten sich die Preise binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent. Bei den Ausbauarbeiten fiel der Anstieg mit im Schnitt 6,2 Prozent noch deutlicher aus. Für die Instandhaltung von Wohngebäuden mussten im Vergleich zum Vorjahr 5,6 Prozent mehr bezahlt werden. Schönheitsreparaturen in Wohnungen verteuerten sich den Angaben zufolge um 4,1 Prozent, für Außenanlagen mussten 5,7 Prozent mehr aufgewendet werden.
Im Tiefbau setzte sich die Entwicklung ebenfalls fort. Die Preise im Straßenbau lagen 6,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Verantwortlich waren insbesondere höhere Kosten für Asphalt-Oberbauschichten (plus 8,2 Prozent) und Erdarbeiten (plus 5,6 Prozent). Der Neubau von Bürogebäuden verteuerte sich um 5,4 Prozent, der Neubau gewerblicher Betriebsgebäude um 5,2 Prozent.
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