In Abstrichen bei Bau- und Ausstattungsstandards sowie mehr seriellem Bauen sieht die Bau- und Wohnungswirtschaft eine Chance, den Mietanstieg in Thüringen im Zaum zu halten. Für kostengünstiges Bauen in guter Qualität müssten einige staatliche Vorgaben in Richtlinien und Gesetzen angepasst und mehr experimentiert werden, sagte der Geschäftsführer des Bauindustrieverbandes, Burkhard Siebert, in Erfurt.
Nach seinen Angaben sanken die Wohnungsbauaufträge im Freistaat im vergangenen Jahr um knapp 18 Prozent, der Wohnungsbauumsatz um fast 12 Prozent - vor allem wegen hoher Kosten und Zinsen. Wohnraum sei in vielen Thüringer Städten, zunehmend aber auch in ländlichen Regionen knapp und teuer, erklärte der Geschäftsführer des Verbandes der Thüringer Wirtschaft, Matthias Kreft.