Der Deutsche Bauernverband hat von den Agrarministern von Bund und Ländern Entscheidungen zum Bürokratieabbau in der Landwirtschaft verlangt. «Unsere Betriebe werden von der Bürokratie erdrückt. Dieser Aufwand kostet immens viel Zeit und damit Geld», sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, am Mittwoch.
In Erfurt begannen die Vorbereitungen für die Frühjahrskonferenz der Agrarminister mit einem Treffen der Staatssekretäre. Während der Konferenz bis Freitag werden größere Protestaktionen des Bauernverbandes erwartet. Tierschützer machten vor dem Tagungshotel auf das Leid von Tieren bei Transporten ins Ausland aufmerksam. Die Organisation Vier Pfoten verlangte ein bundesweites Exportverbot von lebenden Tieren in Länder außerhalb der EU.
Bei der Agrarministerkonferenz gehe es vor allem um den Abbau überbordender Auflagen und Vorschriften in der Landwirtschaft, die neben niedrigen Erzeugerpreisen ein «Frustfaktor» für viele Landwirte seien, sagte die Vorsitzende der Konferenz, Thüringens Landwirtschaftsministerin Susanna Karawanskij (Linke). Sie verwies auf eine Reihe von Vorschlägen aus den Bundesländern zum Bürokratieabbau, für die zusammen mit dem Bund eine Prioritätenliste aufgestellt werden solle. Erste Entscheidungen erwarte sie in diesem Jahr, so Karawanskij.