In Thüringen kamen bei der traditionellen Versteigerung im Winter 1.355 Kubikmeter edle Hölzer unter den Hammer, die vor allem als Furnierholz in der Möbelindustrie eingesetzt werden. Das Angebot bei der sogenannten Wertholzsubmission am Donnerstag lag damit knapp unter dem Vorjahresniveau mit 1.373 Kubikmetern, wie die Landesforstanstalt mitteilt.
Insgesamt waren 18 verschiedene Baumarten aus Thüringens Wäldern vertreten. Dabei handelte es sich um etwa 900 Baumstämme. 31 Käufer aus dem In- und Ausland gaben dafür Angebote ab. Insgesamt wurden bei der Versteigerung, bei der so gut wie alle Stämme einen Käufer fanden, 691.500 Euro erlöst. 2025 kamen 614.000 Euro in die Kassen der Forstbetriebe.
Höchsten Preise für Eichenholz
An der Versteigerung beteiligten sich 17 Forstbetriebe aus dem Landes-, Privat- und Kommunalwald mit Stämmen. Der Schwerpunkt lag laut Landesforstanstalt auf Eichenholz mit 672 Festmetern. Den höchsten Erlös erzielten zwei jeweils etwa ein Kubikmeter starke Eichenstämme aus den Forstämtern Bad Berka sowie Sondershausen. Diese gingen für je 3.023 Euro an ein niederländisches Furnierwerk.
Aber nicht alle Stämme waren so teuer: Laut Landesforstanstalt lag der gezahlte Durchschnittspreis für Eiche bei 750 Euro pro Kubikmeter und damit deutlich höher als 2025 mit 582 Euro. Eschenholz wurde im Schnitt für 258 Euro pro Kubikmeter versteigert, Lärchenholz für 352 Euro. Nur ein Bruchteil ihres Holzeinschlags - die Landesforstanstalt spricht von 0,1 Prozent - erfüllten die Kriterien für eine Wertholzversteigerung.
«Die Erträge benötigen die Waldbesitzenden dringender denn je, um die anstehende Wiederbewaldung und den Waldumbau in den nächsten Jahren zu finanzieren», erklärte die Landesforstanstalt. Einsatzgebiete der Hölzer seien neben der Möbel- und Parkettherstellung auch der Automobil- und Schiffsbau sowie Spirituosenhersteller, die Holzfässer benötigten.
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