Jenseits der Städte wird es für die Thüringer immer schwieriger, eine Gaststätte zu finden. Der Trend, dass vor allem in ländlichen Regionen Gasthäuser und Kneipen sterben, sei ungebrochen, sagte der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Dirk Ellinger, in Erfurt. Gründe seien zu geringe Einnahmen angesichts hoher Kosten und das Fehlen eines Nachfolgers. Bei fast einem Drittel (31 Prozent) der Betriebe stehe innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Betriebsübergabe aus Altersgründen an.
Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage in der Branche angespannt, der Druck verschärfe sich. «Es ist keine Trendwende in Sicht», so Ellinger. Das gelte auch für den Umsatz in der Thüringer Gastronomie. «Man hat den Eindruck, wir befinden uns in einer permanenten Ausnahmesituation», sagte Verbandspräsident Mark Kühnelt. «Wir leben davon, dass Menschen konsumbereit sind.»