Die frostigen Temperaturen haben bei den Thüringer Winzern für eine besondere Ernte gesorgt: In mehreren Weingütern wurde am Wochenende Eiswein gelesen. So waren beim Thüringer Weingut Bad Sulza am frühen Sonntagmorgen über ein Dutzend Helfer im Einsatz, wie Geschäftsführer Andreas Clauß sagte. Bei Temperaturen bis zu minus 10 Grad seien rund zweieinhalb Tonnen gefrorene Trauben der besonders robusten Sorte Souvignier Gris geerntet worden.
Vergleichsweise frühe Lese freut Winzer
«Der Eiswein ist wirklich der goldene Abschluss der Ernte», sagte Clauß. Das Risiko, Trauben nach Ende der normalen Ernte an den Rebstöcken zu lassen, könne man sich nur in guten Jahren erlauben. Es könne auch vorkommen, dass die gesetzlich erforderlichen -7 Grad nicht erreicht werden und die Trauben verfaulen. Dass nun so früh im Jahr bereits die Lese möglich war, sei besonders gut.
Das bestätigte auch André Zahn vom Weingut Zahn im Saale-Unstrut-Gebiet. Hier wurde bereits am Samstagmorgen Eiswein gelesen. «Der Saft ist richtig schön sauber, wenn der Herbst noch nicht so lange her ist.» Er erwarte etwa 100 Liter Ertrag, aktuell laufe noch die Presse.