Nach den ersten sechs Monaten deutet sich an, dass Thüringen in diesem Jahr auf einem Teil der für Investitionen bestimmten Gelder aus dem Landeshaushalt sitzen bleibt. «Es ist zu vermuten, dass 2026 erhebliche Investitionsmittel nicht abfließen werden», sagte Finanzstaatssekretär Birger Scholz in Erfurt. Das betreffe nicht nur Thüringen, sondern auch viele andere Bundesländer. Es sei angesichts der wirtschaftlichen Stagnation sowie des nötigen Vorlaufs für Großprojekte schwer, die Investitionsausgaben zu erhöhen.
Thüringen hat nach Angaben von Scholz auch dank der Zahlungen aus dem Sondervermögen des Bundes allein in diesem Jahr rund 2,37 Milliarden Euro für Investitionen im vom Landtag beschlossenen Doppelhaushalt 2026/27. Das ist deutlich mehr als die 1,97 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr. Mit dem Geld soll der Investitionsstau verkleinert werden, der sich in der Vergangenheit aufgebaut hat.