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Rote Karte für Thüringen beim Dienstwagen-Check

Rote Karte für Thüringen beim Dienstwagen-Check
Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert seit Jahren, dass viele Spitzenpolitiker bei der Wahl ihrer Dienstwagen nicht auf die Folgen für das Klima achten. (Symbolbild) / Foto: Jens Kalaene/dpa
Von: DieThüringer News
Die Deutsche Umwelthilfe nimmt jedes Jahr die Dienstwagen von Spitzenpolitikern unter die Lupe. Die Auswertung zeigt: In der Flotte des Thüringer Kabinetts findet sich nur ein E-Auto.

Die Thüringer Landesregierung ist laut einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mit zu viel klimaschädlichen Dienstwagen unterwegs. In der Gesamtwertung erhält der Freistaat mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 175 Gramm pro Kilometer eine rote Karte und landet damit im Ländervergleich auf Platz zwölf. 

Unter den zehn aufgelisteten Fahrzeugen des Thüringer Kabinetts findet sich nur ein reines E-Auto. Der Dienstwagen von Umweltminister Tilo Kummer (BSW) bekam als einziger innerhalb der Landesregierung eine grüne Karte für einen realen CO2-Ausstoß von 56 Gramm pro gefahrenem Kilometer. Alle anderen Regierungsmitglieder aus CDU, BSW und SPD sind laut der DUH mit Dieselfahrzeugen dienstlich auf Achse.

Ministerinnen mit größten Abgasen

Auf den größten Ausstoß kommen der Auswertung zufolge demnach die Dienstwagen von Finanzministerin Katja Wolf (BSW) und Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) mit jeweils 198 Gramm je Kilometer. Unter den Länderchefs kommt der Dienstwagen von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) mit 166 Gramm pro Kilometer den fünften Rang.

Die DUH wertet Fahrzeuge mit höchstens 93,6 Gramm CO2 je Kilometer als Grün, bis 112,3 Gramm als Gelb und darüber als Rot. Für keine der Landesregierungen gab es eine grüne Karte. Eine gelbe Karte erhielten Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein für ihre Flotte. Aus Sicht der DUH legen die deutschen Spitzenpolitiker in der Gesamtschau den Rückwärtsgang beim Klimaschutz ein und setzen zunehmend wieder auf Dienstwagen mit Verbrennungsmotor an Bord. 

Vergleich schwierig

Die Zahlen der Umwelthilfe sind nur bedingt mit anderen Statistiken vergleichbar. Die DUH berechnet für jedes Auto einen sogenannten realen CO2-Ausstoß. Vor allem bei den vielen Plug-in-Hybriden unter den Dienstfahrzeugen ist aber unklar, über wie viele Kilometer sie mit elektrischer Energie oder mit Kraftstoff genutzt werden. Zudem ist für jeden Spitzenpolitiker nur ein Fahrzeug aufgelistet, manchen stehen aber mehrere Autos zur Verfügung.

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