Das Urteil der Bundesrichter kostet Thüringen viel Geld: Sie entschieden, dass der Freistaat auf Dauer die immensen Kosten für Sicherungsarbeiten in stillgelegten Kali-Gruben allein tragen muss. Nachverhandlungen mit dem Bund, die Thüringen mit seiner Klage erreichen wollte, seien nicht möglich, entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit Verweis auf Verträge aus den 1990er Jahren. Die Klage des Freistaats wiesen die Bundesrichter ab.
Thüringens Umweltminister Tilo Kummer (BSW) sprach von einer «bitteren Entscheidung für das Land». Das zahlt nach seinen Angaben jährlich 16 bis 20 Millionen Euro für Kali-Kosten aus der eigenen Kasse. Es geht dabei um die stillgelegten Kali-Gruben Springen und Merkers im Wartburgkreis.