Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt sieht die Verschuldungspläne der Landesregierung für den Doppelhaushalt 2026/27 skeptisch. «Die geplante Aufnahme von mehr als einer Milliarde Euro an neuen Schulden durch das Land Thüringen kann ein wirtschaftspolitischer Rasierklingenritt werden», erklärte die Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Cornelia Haase-Lerch.
Thüringen will nach Angaben von Finanzministerin Katja Wolf (BSW) die neuen Regeln der Schuldenbremse nutzen, um sich Spielraum für Investitionen in den nächsten beiden Jahren zu verschaffen. Nach den Plänen sollen innerhalb von zwei Jahren etwa 1,1 Milliarden Euro an neuen Schulden aufgenommen werden - rund 600 Millionen Euro im kommenden Jahr und etwa eine halbe Milliarde Euro 2027.