Die Auftragspolster vieler Thüringer Handwerker schrumpfen, die Investitionsbereitschaft der Betriebe sinkt: Nach Einschätzung des Präsidenten des Thüringer Handwerkstags, Stefan Lobenstein, stehen viele Gewerke vor einem weiteren schwierigen Jahr. «Zwei Jahre Rezession sind deutlich spürbar und die negative Konjunkturentwicklung hält an. Damit tritt das Handwerk auf der Stelle und kann sich noch nicht aus dem Tief der vergangenen Jahre befreien», so Lobenstein bei der Vorstellung von Ergebnissen einer Konjunkturumfrage in Erfurt.
Hoffnung auf bessere Geschäfte
Malcherek sprach von einer drohenden Abwärtsspirale. Handwerksbetriebe, die um Aufträge kämpfen müssen, hätten es schwer, auf Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und technologische Veränderungen reagieren. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten neigten die Betriebe nicht zu Entlassungen, die Beschäftigung bleibe relativ stabil. Und er verwies auf wieder steigenden Optimismus: Zwei Drittel der Befragten erwarteten im zweiten Quartal eine gute bis befriedigende Geschäftslage. Viele Betriebe knüpfen hohe Erwartungen an Kurskorrekturen der neuen Regierungen in Land und Bund.
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