Wer erbt oder ein Grundstück kauft, hat auch mit ihnen zu tun: Rechtspfleger sind Beamte, die viele Aufgaben im Dienst der Justiz übernehmen und daher häufig direkt in Kontakt mit den Bürgern stehen. Mit Blick auf die Personaldecke ist Thüringen bei der Rechtspflege laut Justizministerium gut gewappnet. Der Bund der Rechtspfleger in Thüringen zeichnete mit Blick auf den Thüringer Rechtspflegertag am Donnerstag ein etwas anderes Bild.
Bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften im Land sei der Bedarf zu rund 99 Prozent gedeckt, hieß es aus dem Ministerium. «Wir sind in Thüringen bestens aufgestellt», so Justizministerin Doreen Denstädt (Grüne). Seit 2021 übersteige sogar die Einstellungszahl der Anwärter die planmäßigen Altersabgänge. Der Bedarf bei Rechtspflegern liegt Berechnungen zufolge bei rund 470 Arbeitskraftanteilen, also in etwa 470 Vollzeitstellen. Aktuell liege der Personalbestand bei rund 466 Stellen, hieß es aus dem Ministerium. Zudem befinden sich demnach 89 Anwärter in der Ausbildung. Es sei geplant, alle nach dem erfolgreichen Fachhochschulstudium zu übernehmen.