Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält eine Schließung des Erfurter Zalando-Logistikzentrums mit rund 2.700 Arbeitnehmern für wirtschaftlich nicht vertretbar. «Es ist eine verantwortungslose Art und Weise, mit dem eigenen Betriebskapital so umzugehen», sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Nach seinen Angaben hat der Vorstand des Internet-Modehändlers 80 Millionen Euro als Schließungskosten für den Thüringer Standort veranschlagt.
Ramelow vertritt mit Verweis auf Expertenschätzungen die Ansicht, dass das große Logistikzentrum mit Investitionen von etwa 120 Millionen Euro auf den modernsten Stand gebracht werden könnte. «Die Differenz ist viel zu klein, um den Standort wegzuschmeißen», meint Ramelow, der seit vergangenem Jahr Vizepräsident des Bundestages ist. Außerdem seien flankierende Hilfen wie Kurzarbeitergeld möglich.