Angenehme Temperaturen und zuletzt auch etwas Regen lassen in Thüringen den Spargel sprießen. «Das ist optimales Spargelwetter», sagte Jan Niclas Imholze, Geschäftsführer des Spargelhofs Kutzleben. In dem Agrarbetrieb im Unstrut-Hainich-Kreis wurde die Saison des bei Feinschmeckern beliebten Edelgemüses im Freistaat offiziell mit der Ernennung der Thüringer Spargelkönigin eröffnet. Auch Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kam zum Saisonstart, legte anders als seine Amtsvorgänger aber nicht selbst Hand an, um Spargel zu stechen.
Geerntet werden die Stangen bereits seit kurz vor Ostern. In Kutzleben, einem der größeren Anbaubetriebe in Thüringen, wird in diesem Jahr auf 120 Hektar Fläche Bleich- und Grünspargel geerntet. Ein Ertrag von 8 bis 9 Tonnen je Hektar wird angepeilt. In den vergangenen zehn Jahren sei die Anbaufläche sukzessive verringert worden, sagte Imholze. In Spitzenzeiten hatte der Betrieb auf bis zu 220 Hektar Spargel angebaut. «Wir haben uns den Vermarktungsmöglichkeiten angepasst, das heißt weniger Fläche», so der Firmenchef.