Thüringen will für eine stabile Trinkwasserversorgung in den nächsten Jahrzehnten Vorsorge treffen. Nach einem sogenannten Klimastresstest des Branchenverbandes der Wasserwirtschaft besteht bis zum Jahr 2060 in rund 15 Prozent der Thüringer Wasserversorgungsgebiete Handlungsbedarf, wie das Umweltministerium mitteilte. Dabei gehe es beispielsweise um die Errichtung neuer Brunnen und den Anschluss ans Fernwassernetz. In dem Stresstest wurden insgesamt 810 Versorgungsgebiete untersucht, die Ergebnisse seien den regionalen Wasserverbänden und –versorgern vorgestellt worden.
Analysiert wurden der angesichts des Bevölkerungsrückgangs zu erwartende Trinkwasserbedarf und die künftig unter den Bedingungen der Klimaveränderungen verfügbaren Wassermengen. Nach Angaben eines Ministeriumssprechers sind die Regionen sehr unterschiedlich betroffen. Herausforderungen bestünden vor allem im Thüringer Becken und in Ostthüringen.