Kein Wasser, keine Heizung: Thüringen plant eine Bundesratsinitiative gegen Vermieter, die die Vorauszahlungen ihrer Mieter nicht an Versorger weitergeben. Das Thüringer Justizministerium reagiert damit auf einige Fälle, bei denen Mietern in einzelnen Kommunen unverschuldet die Heizung abgeschaltet worden war. Auf Antrag der Linken waren Konsequenzen aus solchen Wasser- und Heizungssperren bereits Thema im Thüringer Landtag.
Vorgesehen sei die Einführung eines neuen Straftatbestandes, der die vorsätzliche zweckwidrige Verwendung oder das pflichtwidrige Zurückhalten von Betriebskostenvorauszahlungen durch Vermieter unter Strafe stellt, erklärte Justizministerin Beate Meißner (CDU). Eine Entscheidung der Landesregierung zu einem Entschließungsantrag für den Bundesrat solle Ende April fallen.