Die Wirtschaft in Thüringen ist im vergangenen Jahr etwas stärker gewachsen als im Bundesschnitt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zu 2024 um 0,4 Prozent, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Deutschlandweit legte die Wirtschaft im Jahr 2025 um 0,2 Prozent zu.
Nachdem die Thüringer Wirtschaft in den Jahren 2023 und 2024 deutlich stärker geschrumpft war als im Bundestrend, fällt damit nun die Erholung etwas üppiger aus. Hauptursache sei ein Anstieg der Bruttowertschöpfung im Bereich «Öffentliche und sonstige Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit» gewesen, hieß es von den Statistikern. Dazu zählen unter anderem die öffentliche Verwaltung oder das Gesundheits- und Sozialwesen.
Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) nannte das Ergebnis «zufriedenstellend, wenn auch noch nicht befriedigend». Das Wirtschaftswachstum sei vor allem durch die öffentlichen Ausgaben getrieben gewesen. Dagegen habe das Baugewerbe einen Rückschlag erlitten, und auch die Industrie habe sich eher seitwärts bewegt. Gut entwickelt habe sich hingegen die Land- und Forstwirtschaft.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sprach von einer «Trendwende»: «Nach zwei schwierigen Jahren wächst unsere Wirtschaft wieder. Das ist ein starkes Signal für Unternehmen und Beschäftigte im Freistaat.» Wirtschaft habe oberste Priorität. Industrie und Bau stünden aber weiterhin unter Druck.
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