Die Wärme der Erde wird in Thüringen immer häufiger bei Wohnungsbauprojekten als umweltfreundliche Wärmequelle angezapft. «Oberflächennahe Geothermie wird in Thüringen bereits in vielen kleineren Anwendungen genutzt, insbesondere durch Erdwärmesonden und Erdwärmekollektoren in Kombination mit Wärmepumpen», teilte das Thüringer Energieministerium auf Anfrage mit. Sie habe sich vor allem für Privathaushalte und kleinere Gewerbegebäude etabliert.
Immer häufiger sind in Thüringen Projekte von Häuslebauern zu sehen, wo Bohrungen nach Erdwärme in die Tiefe gehen. Allerdings müssen dafür die geologischen und wasserrechtlichen Bedingungen stimmen. Auch die Klimatechnik des Lindenau-Museums in Altenburg soll bei der laufenden Generalsanierung auf Klimatechnik umgestellt werden, die mit Energie aus Geothermie arbeitet.
Bisher stehen jedoch vor allem Großprojekte wie in Erfurt im Fokus, wo es in Tiefen bis zu 7.000 Meter gehen soll. Seit geraumer Zeit laufen Untersuchungen für das Projekt, das perspektivisch Teile des Fernwärmenetzes der Thüringer Landeshauptstadt versorgen könnte.