Thüringens Landwirte sorgen sich um ausreichend Futter für ihre Tiere. Hitze und Trockenheit in den vergangenen Wochen hätten zu einer angespannten Futterversorgung im Freistaat geführt, sagte André Rathgeber vom Thüringer Bauernverband der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.
So dramatisch wie in Teilen Bayerns, Baden-Württembergs und Hessens sei die Situation bisher nicht. «Es ist nicht der Fall, dass bei uns Tierbestände wegen Futtermangels abgebaut werden müssen.» Doch auch in Thüringen hofften die Bauern auf weitere Regentage.
Wegen des Wassermangels im Sommer hätten sich Gras, Luzerne und Klee nicht gut entwickelt. Der sogenannte dritte Schnitt beim Grünfutter konnte vielerorts nicht erfolgen. «Es war nichts da», sagte Rathgeber. Auf vielen Weiden sei das Gras regelrecht vertrocknet. Vor allem im Süden und Südosten Thüringens gebe es viel Grünland und Weiden beispielsweise in den Regionen Saalfeld-Rudolstadt, Bad Salzungen, Sonneberg, aber auch im Eichsfeld im Norden.