Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom haben am Mittwoch mehrere Hundert Beschäftigte an sächsischen Standorten des Unternehmens die Arbeit niedergelegt. In Chemnitz beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi etwa 300 Streikende an einer Demonstration. Verdi hatte zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. In Leipzig und Dresden versammelten sich jeweils etwa 400 Streikende an den Gewerkschaftshäusern, wie ein Verdi-Sprecher sagte.
In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) beteiligten sich etwa 190 Streikende aus mehreren Bereichen, darunter neben Technik und Service auch aus Telekomshops, an einer Grill-Aktion im Stadtpark.
Weitere Warnstreiks sind für Donnerstag angekündigt. Dann sind auch Thüringer Telekom-Beschäftigte zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
Verdi fordert unter anderem eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Die vierte Verhandlungsrunde soll in der kommenden Woche (26./27. Mai 2026) stattfinden. Die Warnstreiks können unter anderem zu Verzögerungen im Kundenservice führen.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten