Warum sich Verbraucher auf kleinere Äpfel einstellen müssen
Bei der Apfelernte in Thüringen zeichnet sich ein überschaubares Ergebnis ab. Auf 19 Tonnen je Hektar schätzen die hiesigen Obstbauern laut Mitteilung des Landesamts für Statistik den Ertrag in diesem Jahr. Das seien gut 5,2 Tonnen weniger als im langjährigen Mittel der Jahre 2020 bis 2025. Verbraucher müssten sich dennoch keine Sorgen um Apfelkuchen und Apfelsaft machen, betonte der Vorstand des großen Anbaubetriebs Fahner Obst in Gierstädt (Landkreis Gotha), Michael Bley. So seien etwa noch Äpfel aus der Ernte des Vorjahrs in der Vermarktung. Sein Betrieb sei noch mitten in der Ernte, aber auch er schätzt, dass der Ertrag geringer ausfällt als im Vorjahr. Ein Grund dafür liege in der weiteren Vergangenheit: 2024 hatte eine Spätfrostnacht im April viele Blüten an den Bäumen abgetötet, und die Apfelernte fiel damals weitgehend aus. Im vergangenen Jahr prägten die Bäume dann Bley zufolge einen besonders hohen Blütenansatz aus. Versuche diesen zu reduzieren, seien nur bedingt gelungen. Das führte wiederum zu einer geringeren Blütenausprägung in diesem Jahr. «Dazu hatten wir noch leichten Frost und Ende Mai Hagel», ergänzte Bley. Auch die Trockenheit in diesem Jahr wirkt sich aus: «Wenn nicht genug Wasser da ist, geht das auf die Größe der Äpfel – die fallen kleiner aus als sonst.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten