Seine Schützlinge haben keine Lobby: Sebastian Becher kümmert sich seit fast 18 Jahren um «ungewollte» Kühe, wie er selbst sagt. Der 48-Jährige aus Eisenhüttenstadt ist überzeugter Hinduist und hat mehrere Jahre in einem indischen Kloster gelebt. Der Schutz der Kuh als heiliges Tier hat in seiner Religion einen hohen Stellenwert.
Zusammen mit seiner Ex-Frau betreibt er den Verein «Happy Kuh», in dem Rinder einfach Rinder sein dürfen. Auf Weideflächen unweit der Autobahn A9 nahe der Stadt Hermsdorf dürfen die Tiere ihren Lebensabend verbringen. Das wollte auch Sebastian Becher. Doch die Energiewende will es anders: