In der Saale-Unstrut-Region hat die Weinlese in einem schwierigen Jahr begonnen. Nachtfröste hatten Ende April die jungen Triebe auf 90 Prozent der Anbaufläche erfrieren lassen, teilte der Weinbauverband Saale-Unstrut mit. Kurz vor dem Winzerfest am kommenden Wochenende habe jetzt die Ernte für den Federweißen, sowie frühreife Sorten wie Frühburgunder, Ortega und Solaris begonnen. Die Hauptlese werde dann nach dem Winzerfest eingeleitet. «Es steht den Wintern noch ein letzter Kraftakt von vier bis sechs Wochen bevor», so der Verband in einer Mitteilung.
Für die Winzer sei das laufende Jahr bislang sehr herausfordernd gewesen. Die Blüte habe durch die zunächst warmen Temperaturen sehr früh begonnen. Es habe sich um den frühesten Austrieb seit 1963 gehandelt. Die Nachtfröste Ende April hätten dann aber für große Schäden gesorgt, obwohl die Winzer mit verschiedenen Mitteln wie Brennkerzen oder Brandtonnen noch versucht hatten, die jungen Triebe zu schützen. Auch der zweite Austrieb sei in den meisten Fällen nur spärlich ausgefallen und es hätten sich nur wenige Traubenansätze ausgebildet.