Die Gottesanbeterin breitet sich in Deutschland aus - und ist nun auch in der Rhön gesichtet worden. Dies werde insbesondere auf die außergewöhnlich hohen Temperaturen dieses Sommers zurückgeführt, teilte das Biosphärenreservat Rhön in Hilders mit. Für die Forschung seien Nachweise aus der Rhön besonders interessant, da das Mittelgebirge bislang eine große Lücke zwischen den bekannten Ausbreitungsgebieten im Südwesten und Nordosten Deutschlands dargestellt habe. In der Rhön wurde sie auf einem Friedhof entdeckt. In welchem Ort sich dieser befand, teilte das Reservat nicht mit. Die langbeinige Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist bis zu acht Zentimeter lang und damit eines der größten Insekten hierzulande. Ihren Namen verdankt sie laut dem Biosphärenreservat ihren erhobenen Fangarmen, die sie aussehen lassen, als würde sie beten. Das Klischee, dass das Weibchen nach der Paarung das Männchen fresse, sei nicht die Regel: Dies geschehe nur gelegentlich, wenn das Weibchen zusätzlichen Nährstoffbedarf habe. Lange Zeit galt die Gottesanbeterin in Deutschland als seltene Art. Wegen der steigenden Temperaturen hat sie ihr Verbreitungsgebiet in den vergangenen Jahren deutlich ausgedehnt. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenEinst seltene Art